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Art Deco

Um die Jahrhundertwende kreierten Künstler aus Protest gegen die steife viktorianische Designethik und die Massenproduktion des Industriezeitalters die Art Nouveau (1880-1914), welche auch als Belle Epoque bezeichnet wird. Auf der Suche nach neuen Stilen entwickelte sich der Art Deco Stil (1919-1938). Diese Designstile werden heute als sehr beliebt darstellt. Art Nouveau vereinte die Architektur, Malerei, Bildhauer- und Handwerkskunst (angewandte Kunst) einer Epoche. Da wo Art Nouveau schwerfällig und überladen wirkte, war Art Deco rein und klar. Art Deco konnte einmal beschwingt sein und wieder tonernst und praktisch. Art Deco ist ein schöpferischer, internationaler Modestil, der alle Bereiche des Lebens erfasst, Kunst, Film Technik, Werbung und Mode.

Art Deco Stil

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Die Exposition des Arts Decoratifs et Industriels Moderns in Paris (1925) hat diesem Modestil seinen Namen gegeben. In der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen, der Inflation und der wirtschaftlichen Not war dies eine aufregende, wilde Epoche in der Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts. Nach dem überladenen Jugendstil war Art Deco mit seinen klaren, linearen, funktionalen Linien, der Geist der Moderne.
Durch die Einführung neuer Werkstoffe, wie Plastik, Bakelit und Chrom, entstand zwangläufig die Suche nach einem neuen Stil, der sich für die Massenproduktion eignete. Luxuriöse Entwürfe aus teuren und seltenen Materialien, die in qualitätsbewusster Handarbeit entstanden, kopiert man später und brachte sie in preiswerten Versionen massenhaft auf den Markt, wodurch Art Deco schließlich weltweit zu einem Stilbegriff wurde.

Die Erkenntnis, dass gutes Design den Umsatz steigerte, gab der Industrie eine gewaltigen Aufschwung. Die Möbelentwürfe jener Zeit zeigen ein vielfältiges Spektrum an Formen und Ideen mit den neuen Materialien.
Das Textildesign war ein weiteres Gebiet, in dem Künstler, wie z. B. Pablo Picasso und Henri Matisse eine wichtige Rolle spielten. Sie schufen Entwürfe für Bildteppiche, Dekorations- und Möbelbezugsstoffe.

Auch die Bedeutung von Glas spielt in der gesamten Art-Deco-Epoche eine wichtige Rolle. Architekten wie Mies van der Rohe, Walter Gropius und Le Corbusier verwendeten Glas zum ersten mal als Blendwände. Auch Frank Lloyd Wright hat seine Vorliebe für abstrakt gemustertes Glas künstlerisch in der Architektur umgesetzt. Der Glaskünstler Rene Lalique gehört zu den ältesten Verfechtern des Art-Deco-Stils, der in den Zwanziger Jahren damit begann, Möbel aus Glas herzustellen.

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In höchster Perfektion schöpften Großprojekte, wie z. B. elegante Ozeanriesen, der New Yorker Radio city music Hall oder der Ballraum im Londoner Park-Lane-Hotel den Art-Deco-Stil in all seinen Möglichkeiten aus.


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Bauhaus

Kein Dekor ohne Funktion - Neue Sachlichkeit und Funktionalismus

Eine Vision stand am Anfang der wohl erfolgreichsten wie folgenreichste Schule für Gestaltung: die Idee, aus der Katastrophe des Ersten Weltkrieges, des Aufbruchs zwischen Jugendstil und Expressionismus, einen neuen Menschen erstehen zu lassen. Ein Geschöpf, das mit allen Sinnen begabt, geschult durch die besten Künstler und Architekten der Zeit befähigt sei, Gegenwart und Zukunft eines modernen Jahrhunderts zu erfinden.

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Man kann ein Art Deco Objekt oder Bauhaus Objekt wegen seiner Form und seinem handwerklichen Können oder auch wegen seines Zeitgeists lieben, denn in jedem Kunstobjekt steckt die Geschichte.

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http://www.bauhaus.de

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